Zum Projekt

Zusammen mit Schüler*innen der Jahrgangsstufe 4 bis 6 der Grundstufe der Gemeinschaftsschule auf dem Campus Rütli,  Susanne Wendler (Kunstpädagogin) und Gertraud Mülder (Kunstlehrerin) haben wir Graffiti aus einer anderen Perspektive betrachtet und in einen neuen gestalterischen Kontext gestellt: das grafische Prinzip des tags und die daraus inspirierten eigenen Schriftzeichen sind die Grundlage für unsere Struktur-Zeichnungenund Animations-Video-Produktion. In Verbindung mit einfachen, teilweise rhythmischen Sound-Kompositionen wird in diesem multimedialen Workshop die individuelle Handschrift zum Hauptakteur im selbst vertonten Film.

Die Kinder entwerfen ihre eigenen, aus ihrer Handschrift abgeleiteten tags, entwickeln Variationen, es werden Versionen am Computer ausgeschnitten, vervielfältigt, eingefärbt und im Bildraum umherwandern gelassen. Mittels Stop-Motion-Technik entstehen kurze Bildsequenzen für erste zeitbasierte Kompositionen. Zudem produzieren wir mit den Kindern Soundcollagen aus zuvor aufgenommenen Alltagsklängen, Schreib- u. Kritzelgeräuschen und Aufnahmen der eigenen Stimme.
Wir experimentieren mit Bild-/Ton-Rhythmus und Verdichtung, als Resultat von Wiederholungsmustern u. dynamischen Kombinationen.Am 15.12.2015 laden wir ein zur Abschlussausstellung und zeigen die fertigen Filme und ausgewählte Originalzeichnungen, in der Temporäre Galerie in der Quartiershalle auf dem Campus Rütli – CR² in der Rütlistraße 35, 12045 Berlin
Danach werden die Arbeiten auf unserem Projekt-Blog veröffentlicht.Das Projekt wurde ermöglicht durch den Berliner Projektfonds für kulturelle Bildung.

Kontakt: tagscape – a·t – nicolaswiese.com

Heidrun Schramm studierte Klangkunst/Akustische Kommunikation an der Universität der Künste, Berlin bei Prof. Sabine Breitsameter und Prof. Dr. Martin Supper. Zum einen leitet sie zahlreiche künstlerischen Projekte an Schulen und Bildungseinrichtungen, zum anderen realisiert sie audiovisuelle Installationen, Mehrkanal-Konzerte und Sound-Gestaltungen für Theater und Film. Außerdem Radiobeiträge auf Deutschlandradio Kultur, FSK Radio Hamburg, Radio Blau Leipzig.
Aufführungen, Ausstellungen, Screenings unter anderem beim LEM Festival Barcelona, One Minute Film Festival Aarau/Schweiz, Blurred Edges Festival Hamburg, bei der Woche des Hörspiels / Akademie der Künste Berlin, in den Sophiensaelen Berlin, Heroines Of Sound / Berghain Kantine und Radialsystem Berlin.
Lehraufträge (Szenische Klanggestaltung) an der UdK Berlin und HFBK Dresden.
heidrunschramm.net

Nicolas Wiese ist ein intermedialer Künstler, Diplom-Grafikdesigner, Elektronikmusiker und Kurator. Er interessiert sich insbesondere für ungewöhnliche Wechselwirkungen von Bild, Klang und Wort/Schrift. Graffiti, Street Art und tag-Kalligrafie waren wichtige Einflüsse in seiner Jugendzeit. Heute entwickelt Wiese Arbeiten in unterschiedlichen Medien und Formaten, die in zahlreichen verschiedenen Kontexten präsentiert werden – Installationen und raumbezogene Aufführungen, elektroakustische Kompositionen, relationale/improvisierte Musik, grafische Kunst, Collage, Text-Collage, Radio und Experimentalfilm. Künstlerische Leitung bei Veranstaltungen wie dem Festival Hoerensehen 2.0 (Berlinische Galerie 2009)
und, zusammen mit M. Renkel, beim internationalen Musik- und Medienkunst-Programm Quiet Cue. Eingeladen wurde Wiese bereits nach Teheran (Annual Digital Art Exhibition 2012), Madrid (Festival Sonikas), Gent (De Witte Zaal), Kelowna/Kanada (Duotone Arts Festival), Wien (Neue Musik in St. Ruprecht / Velak-Gala), London (British Film Institute), Neapel (Altera! Festival), Basel (Imprimerie), Bremen (REM/Museum Weserburg) u.v.m.
nicolaswiese.com

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